ABLAUF

Das Honorar einer Sitzung richtet sich nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) und dem gesetzlich vorgegebenen Steigerungssatz. Die Kosten für ein Erstgespräch betragen 43,71 Euro (30 Minuten, einfacher Satz der GOP). Es besteht vollständiger Honoraranspruch der Psychotherapeutin unabhängig davon, ob oder in welcher Höhe die Kosten für erbrachte Leistungen vonseiten der Krankenversicherung erstattet werden.

Als Psychotherapeutin in Privatpraxis verfüge ich nicht über einen Kassensitz und kann daher gesetzlich Versicherte nur im Rahmen des Kostenerstattungsverfahrens behandeln. Wenn Sie privat versichert oder beihilfeberechtigt sind, können die Kosten einer Behandlung vom Versicherungsträger übernommen werden.

Eine psychotherapeutische Behandlung gestaltet sich wie folgt: Zunächst werden wir einen Termin für ein Erstgespräch vereinbaren, bei dem Sie mir Ihre Probleme schildern und sich selbst einen ersten Eindruck von mir und den Therapiemöglichkeiten machen.

Im Anschluss an solche sogenannten psychotherapeutischen Sprechstunden (mindestens zwei bis maximal sechs zu je 25 Minuten) können sich je nach Bedarf eine Akutbehandlung (bis zu 24 Sitzungen zu je 25 Minuten) oder probatorische Sitzungen (mindestens zwei bis maximal vier Sitzungen zu je 50 Minuten) für eine Kurz- oder Langzeittherapie anschließen.

Zu Beginn der probatorischen Sitzungen werde ich Sie über die Rahmenbedingungen der Psychotherapie informieren. Weiter wird eine vorläufige diagnostische Abklärung Ihrer Problematik erfolgen. Über ein erstes Verständnis zur Entstehung Ihrer Probleme können wir das therapeutische Vorgehen bzw. die therapeutischen Ziele genauer bestimmen.

Wenn wir uns gemeinsam für eine verbindliche Psychotherapie entscheiden sollten, erstelle ich ein Gutachten für Ihren Antrag zur Kostenübernahme bei der Krankenkasse. Die Krankenkasse entscheidet dann über die Genehmigung der Psychotherapie. Ein sinnvoll gestellter Antrag wird in der Regel bewilligt. Die Psychotherapie beginnt, sobald die Genehmigung vorliegt.

Als Selbstzahler können Sie die Psychotherapie, je nach Terminlage, sofort beginnen. Hier betrifft das Therapieabkommen nur Sie und mich, bezüglich des Vorgehens müssen Sie niemandem gegenüber Anträge stellen oder Rechenschaft ablegen.

Die Psychotherapie endet mit Ablauf der von der Krankenkasse genehmigten Sitzungen bzw. dann, wenn Sie das Gefühl haben, Ihre persönlichen Ziele im Rahmen der Therapie erreicht zu haben.

Wie verläuft eine psychotherapeutische Sitzung?

Gewöhnlich findet ein Termin pro Woche statt, es gibt aber auch persönliche und therapeutische Gründe für eine höhere oder niedere Frequenz. Eine Sitzung dauert jeweils 50 Minuten.

Die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie findet in der Regel in Form eines Gesprächs statt. Manchmal ist es aber auch hilfreich, praktische Übungen wie ein Entspannungstraining oder eine Wahrnehmungsübung einzubinden. Zudem kann auch ein spielerisches Erproben neuer Kommunikationsformen und Herangehensweisen fruchtbar sein.

Grundsätzlich soll in der Psychotherapie nichts gegen Ihren Willen und alles nur mit Ihrem informierten Einverständnis geschehen. Ziel der Psychotherapie ist unter anderem eine zunehmend bessere Selbstbestimmung, es soll daher nichts über Ihren Kopf hinweg gestaltet werden. Allerdings bedeutet dies zugleich, dass der Erfolg einer Therapie auch von Ihrer Eigeninitiative abhängen wird.

In der Therapie versuchen wir gemeinsam zu verstehen, worin Ihre Probleme genau bestehen, welche Motive und Bedürfnisse damit verbunden sind und wie diese aus Ihrer individuellen Biografie hervorgehen.

Wir werden bedeutsame zwischenmenschliche Situationen aus Ihrem Leben emotional vergegenwärtigen und diese gemeinsam in Bezug auf Ihre aktuelle Lebenssituation besprechen. Ich werde Sie auf Widersprüche in Ihrem Leben aufmerksam machen und Sie dabei unterstützen, diese zu bewältigen. Mit Blick in die Zukunft wird es zudem wichtig sein, herauszufinden, welche Wünsche Sie in Bezug auf Ihr Leben haben und welche Ziele Sie noch verwirklichen wollen.

Wie lange dauert die Psychotherapie?

Es gibt Kurz- und Langzeittherapie. Eine Kurzzeittherapie umfasst 24 Sitzungen, eine Langzeittherapie 60 bis 100 Sitzungen. Bei privaten Krankenkassen gibt es zum Teil andere Vereinbarungen, die Sie Ihrem Vertrag entnehmen oder bei der Kasse erfragen können. Eine Kurzzeittherapie bietet sich für die Bewältigung akuter Krisen oder schwieriger Schwellensituationen an wie z.B. Prüfungen, Verlust eines Menschen und Trennungen. Eine Langzeittherapie ist immer dann sinnvoll, wenn die Probleme schon längere Zeit bestehen bzw. jemand sein Leben grundsätzlicher verändern möchte.

Falls sich gegen Ende des jeweiligen Therapie-Zeitraums zeigen sollte, dass zum Erreichen der therapeutischen Ziele mehr Zeit günstig wäre, kann die Psychotherapie verlängert werden. Umgekehrt ist es natürlich auch möglich, dass die Ziele vor Ablauf der genehmigten Stundenzahl erreicht sind und die Psychotherapie vorher beendet werden kann.

Information zur Finanzierung der Psychotherapie

Gesetzliche Krankenversicherung
Patient*innen, die in einer gesetzlichen Krankenkasse versichert sind, können über über ihre Gesundheitskarte behandelt werden sofern ein Kostenerstattungsverfahren genehmigt wurde.

Private Krankenversicherung / Beihilfe
Die Abrechnung von Privatpatienten erfolgt nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP), die in der Regel von Ihrer privaten Krankenkasse bzw. Beihilfe übernommen wird. Bitte erkundigen Sie sich rechtzeitig bei Ihrer Versicherung bzw. Beihilfe, um die genauen Konditionen zu erfragen.

Selbstzahler
Die Abrechnung einer Sitzung von 50 Minuten erfolgt in Anlehnung an die Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP).
Die Kosten für eine Psychotherapie können als „sonstige Gesundheitsausgaben“ im Rahmen der zumutbaren Belastung steuerlich geltend gemacht werden.

Ausfallhonorar
Termine, die nicht mindestens 48 Stunden vor Sitzungsbeginn abgesagt werden, stelle ich in Rechnung.