Kosten & Ablauf

Kosten

Als approbierte Psychotherapeutin arbeite ich im Therapieverfahren Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.

Für Versicherte der BKK VBU ist ein Beginn einer Psychotherapie in meiner Praxis direkt möglich. Sie benötigen eine ärztliche Überweisung.

Für Privatversicherte ist die Kostenübernahme i.d.R. unproblematisch, Sie können Ihrem individuellen Versicherungsvertrag den Leistungsumfang für eine Psychotherapie entnehmen.

Für beihilfeberechtige Personen werden die Kosten meist anteilig durch die Beihilfestelle und die Private Krankenkasse übernommen.

Für Angehörige der Bundeswehr kommt diese für die Kosten auf. Sie benötigen einen ärztlichen Überweisungsschein für meine Praxis (San/bw/0218/V).

Für Angehörige der Bundespolizei werden die Kosten von der Heilfürsorgestelle Bundespolizei übernommen.

Die Kosten für Ihre Behandlung (oder Beratung) können Sie bei Bedarf auch selbst tragen, ich berechne i.d.R. den gleichen Stundensatz.

Bei gesetzlich versicherten Personen ist eine Abrechnung in meiner Praxis im Kostenerstattungsverfahren möglich, da ich keine Zulassung zur gesetzlichen Krankenversicherung habe (dazu siehe unten mehr).

Die Abrechnung der Therapiekosten erfolgt nach der Gebührenordnung für Psychotherapeuten (GOP) analog GOÄ nach dem üblichen 2,3-fachen Steigerungssatz:

LeistungEuro
Probatorische Sitzung (50 Minuten)79,88
Erhebung Biographische Anamnese (1x zu Beginn)79,65
Bericht für den Gutachter (je angefangene Stunde)66,58
Einzelbehandlung (50 Minuten)103,87
Gruppenbehandlung mit 6 Personen (100 Minuten)70,75
Anwendung, Auswertung stand. Testverfahren (5 Min.)3,83 
Stand Juni 2022, ohne Gewähr

Psychotherapie per Kostenerstattung
Der Antrag auf Kostenerstattung muss immer vor Beginn der Psychotherapie und von Ihnen selbst gestellt werden. Es gilt auch zu beachten, dass unter Umständen für probatorische Sitzungen und die eigentliche Therapie zwei gesonderte Anträge gestellt werden müssen. Es gibt kein standardisiertes Verfahren für die Beantragung. Daher ist es in jedem Fall ratsam, sich zuerst bei der eigenen Krankenkasse zu erkundigen, welche Vorgaben bei ihr für das Kostenerstattungsverfahren gelten.

Wichtig ist, dass Sie die Termin-Servicestellen der Kassenärztlichen Vereinigung telefonisch unter der Rufnummer 116117 anrufen, und bitten, Ihnen unter zumutbaren Bedingungen einen adäquaten Therapieplatz zu vermitteln. Für Ihren Antrag brauchen Sie in den meisten Fällen einen Nachweis darüber, dass die Termin-Servicestellen wiederholt (circa fünf Mal) nicht in der Lage waren, Ihnen einen Therapieplatz zu vermitteln. Die neue Rechtslage besagt zudem, dass vor einer Psychotherapie eine psychotherapeutische Sprechstunde bei einem von der Krankenkassen zugelassenen Therapeut:in aufgesucht werden muss. Diese:r füllt ein Formular (PTV-11) mit einer Verdachtsdiagnose, einen vorläufigen Befundbericht und eine Empfehlung für die Art der Behandlung aus und gibt an, ob eine Therapie zeitnah in der Praxis möglich ist. Weiterhin benötigen Sie circa fünf Absagen von kassenzugelassenen Psychotherapeut:innen mit einer Wartezeit von mehr als drei Monaten sowie eine Dringlichkeitsbescheinigung und ein Konsiliarbericht.

Die Psychotherapie beginnt, sobald die Genehmigung vorliegt und endet mit Ablauf der von der Krankenkasse genehmigten Sitzungen bzw. dann, wenn Sie das Gefühl haben, Ihre persönlichen Ziele im Rahmen der Therapie erreicht zu haben. Gewöhnlich findet ein Termin pro Woche statt, es gibt aber auch persönliche und therapeutische Gründe für eine höhere oder niedere Frequenz.

Ablauf

Zunächst werden wir einen Termin für eine erste, unverbindliche und kostenlose Sprechstunde vereinbaren, bei dem Sie mir Ihre Probleme schildern und sich selbst einen ersten Eindruck von mir und den Therapiemöglichkeiten machen. Danach können weitere Psychotherapeutische Sprechstunden vereinbart werden (mindestens zwei bis maximal sechs zu je 25 Minuten) und dann kann je nach Bedarf eine Akutbehandlung oder Probatorische Sitzungen in Vorbereitung für eine Kurz- oder Langzeittherapie anschließen.

Grundsätzlich soll in der Psychotherapie nichts gegen Ihren Willen und alles nur mit Ihrem informierten Einverständnis geschehen. Ziel der Psychotherapie ist unter anderem eine zunehmend bessere Selbstbestimmung, es soll daher nichts über Ihren Kopf hinweg gestaltet werden. Allerdings bedeutet dies zugleich, dass der Erfolg einer Therapie auch von Ihrer Eigeninitiative abhängen wird. In der Therapie versuchen wir gemeinsam zu verstehen, worin Ihre Probleme genau bestehen, welche Motive und Bedürfnisse damit verbunden sind und wie diese aus Ihrer individuellen Biografie hervorgehen. Wir werden bedeutsame zwischenmenschliche Situationen aus Ihrem Leben emotional vergegenwärtigen und diese gemeinsam in Bezug auf Ihre aktuelle Lebenssituation besprechen. Ich werde Sie auf Widersprüche in Ihrem Leben aufmerksam machen und Sie dabei unterstützen, diese zu bewältigen. Mit Blick in die Zukunft wird es zudem wichtig sein, herauszufinden, welche Wünsche Sie in Bezug auf Ihr Leben haben und welche Ziele Sie noch verwirklichen wollen.

Akut-, Kurz- oder Langzeittherapie? Einzel oder Gruppe?

Eine Akutbehandlung umfasst bis zu 24 Sitzungen (je 25 Minuten), eine Kurzzeittherapie 12 bis 24 Sitzungen, eine Langzeittherapie 60 bis 100 Sitzungen (Einzelbehandlung: je 50 Minuten, Gruppenbehandlung: je 100 Minuten). Bei privaten Krankenkassen gibt es zum Teil andere Vereinbarungen, die Sie Ihrem Vertrag entnehmen oder bei der Kasse erfragen können. Eine Akut- oder Kurzzeittherapie bietet sich für die Bewältigung akuter Krisen oder schwieriger Schwellensituationen an wie Prüfungssituationen, Verlust eines Menschen und Trennungen. Eine Langzeittherapie ist immer dann sinnvoll, wenn die Probleme schon längere Zeit bestehen bzw. jemand sein Leben grundsätzlicher verändern möchte.